Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft steht und fällt mit zuverlässigen, anwendbaren Informationen über Materialien. Diese Woche markiert den offiziellen Startschuss für das Projekt Reïnkarneer: eine von der Europäischen Union geförderte Zusammenarbeit (JTF), die sich auf die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache für recycelte Inhaltsstoffe konzentriert. Das Projekt beginnt mit Kunststoffen, blickt aber ausdrücklich darüber hinaus.

Recycelte Materialien spielen in der Industrie eine immer größere Rolle, aber ihre Verwendung bleibt hinter den Ambitionen zurück. Das liegt nicht an mangelnder Motivation, sondern an einem strukturellen Problem: unzureichende eindeutige Informationen.
Unternehmen stehen heute vor mehreren Herausforderungen:
Ohne klare Vereinbarungen darüber, wie recyceltes Material charakterisiert und bezeichnet wird, bleibt die Wiederverwendung komplex, risikoreich und oft wirtschaftlich unattraktiv.

Reïnkarneer hat sich zum Ziel gesetzt, recycelte Inhalte einfacher, zuverlässiger und wettbewerbsfähiger einsetzbar zu machen. Dazu arbeiten wir an folgenden Punkten:
Diese Produktpässe dienen als dynamischer Informationsträger, in dem Eigenschaften, Herkunft und Anwendungsmöglichkeiten des Materials transparent festgehalten werden.
Obwohl das Projekt mit recycelten Kunststoffen beginnt, sind die Ambitionen weitreichender. Reïnkarneer konzentriert sich auf das Volumenwachstum von recycelten Inhaltsstoffen in:
Durch die Entwicklung eines einheitlichen Systems entsteht Skalierbarkeit über verschiedene Sektoren hinweg. Das erleichtert es Herstellern, Verarbeitern und Designern, recycelte Materialien strukturell einzusetzen.
Reïnkarneer läuft von 2025 bis einschließlich 2027. In diesen zwei Jahren kombinieren wir verschiedene Ansätze:
Gerade dieser praxisorientierte Ansatz ist entscheidend. Durch die Arbeit mit anschaulichen Beispielen können Unternehmen und Wissensinstitutionen nicht nur die neue Sprache verstehen, sondern auch direkt erkennen, wie sie diese in ihren eigenen Prozessen anwenden können.

Reïnkarneer ist ein Kooperationsprojekt, in dem sich Unternehmen, Wissensinstitute und Behörden gegenseitig stärken. Der offizielle Startschuss fiel diese Woche gemeinsam mit Stimulus, womit das Projekt auch offiziell begonnen hat.
In der kommenden Zeit werden wir regelmäßig Updates zu folgenden Themen veröffentlichen:
So bauen wir gemeinsam ein breit abgestütztes System auf, das tatsächlich zur Kreislaufwirtschaft beiträgt.
Die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache für recycelte Materialien ist keine theoretische Übung, sondern ein notwendiger Schritt in Richtung einer groß angelegten Wiederverwendung. Durch Transparenz, Standardisierung und Zusammenarbeit kann recycelter Inhalt sein volles Potenzial entfalten.
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